Der deutsche Wohnungsmarkt zeigt sich aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in den Städten und Ballungsgebieten der Bundesrepublik, in den vergangenen Jahren sehr dynamisch.

Der Wohnimmobilienmarkt Deutschland

Der Wohnungsbestand in Wohn- und Nichtwohngebäuden umfasste Ende 2018 rund 42,2 Mio. Wohneinheiten. Im Vergleich zum Ende des Jahres 2010 hat sich der Wohnungsbestand damit um etwa 4,3 % erhöht. Der Anteil des Bruttoanlagevermögens von Wohnbauten belief sich im Jahr 2018 auf rund 47 % des gesamten Anlagevermögens, was die Bedeutung des Wohnimmobilienmarkts in Deutschland unterstreicht (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass Deutschland die geringste Wohneigentumsquote aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU-28) hat. Lediglich rund 52 % der Deutschen wohnen in den eigenen vier Wänden. Der Durchschnitt in Europa liegt bei ca. 69 %. In Frankreich liegt die Wohneigentumsquote bei etwa 65 %, in Spanien sogar bei rund 76 % (Quelle: Eurostat, Stand: 2018).

Verschiedene Studien und Berichte sowie der öffentliche Diskurs in Medien und Politik verdeutlichen, dass insbesondere in den deutschen Ballungszentren Wohnraum fehlt. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig und können unter anderem zurückgeführt werden auf die zunehmende Migration in diese Räume (Zuwanderung aus dem Ausland, Binnenmigration), die Zunahme der durchschnittlichen Wohnfläche pro Person sowie den Trend zu Ein-Personen-Haushalten.